2021-04-10

Links vom 10.04.2021

  1. Vergangenen Oktober hat in Gettorf in Schleswig-Holstein der erste kommunale Coworking Space des Landes aufgemacht. Das »Gettwork« bietet insgesamt 24 Coworking-Arbeitsplätze an, aber pandemiebedingt können nur wenige Mitglieder gerade den Coworking Space aufsuchen. Trotzdem funktioniert das Projekt, schreiben die Kieler Nachrichten. Das IT-Unternehmen Dataport hat insgesamt acht Arbeitsplätze dauerhaft angemietet, daneben gibt es auch einige Selbstständige und auch Studierende, die momentan wieder bei ihren Eltern wohnen und von hier aus virtuell studieren, um Kosten zu sparen. Denen hat man probeweise einen Tarif geschaffen, denn bisher hat man in Gettorf, wo es keine Hochschule gibt, mit dieser Zielgruppe gar nicht gerechnet [Quelle: Kieler Nachrichten vom 10.04.2021, S. 25, aufgerufen via VÖBB].

  2. Der Bonner Generalanzeiger berichtet über die Menschen in Bonn in Nordrhein-Westfalen, die Coworking Spaces — wie Eutopia« oder das »the 9th« –, aber auch in Büro umgewandelte Hotelzimmer, nutzen. Und die Gründe sind immer wieder die selben (weil Menschen sich in ihren Bedürfnissen ja auch sehr ähneln). Da ist die Schriftstellerin, die durch die Trennung von Privatem und Beruflichem Struktur sucht, aber auch eine lebendige Umgebung, in der man sich nicht allein fühlt. Oder ihr Bruder, ein Maschinenbauer, der sich den Pendelverkehr zur Arbeit nach Koblenz und zurück spart. Inzwischen nutzen auch immer mehr Studierende ein Coworking Space, da Bibliothelen als Lern- und Fokusorte geschlossen sind oder weil sie fern des Unistandorts wieder bei ihren Eltern wohnen und von da studieren.

  3. Über die Coworking-Aktivitäten des Münchner Bloggermagazins »Mucbook« habe ich ja schon öfters berichtet. Neben ihrem eigenen Coworking Space »Homebase« betreiben sie noch vier weitere Standorte in München in Bayern, die meisten davon als Zwischennutzung. Und genau das macht sie in einer teuren Metropole wie München so wertvoll. Sie beleben Leerstand und bringen kulturelles Leben dahin zurück, wo es Kommerz vertrieben hat. Auf ihrem Blog haben sie eine Übersicht ihrer Coworking-Angebote veröffentlicht. Super, muss ich das nicht machen. Aus lokaljournalistischer Sicht übrigens ein tolles Vorbild für andere Medien, vor allem Zeitungsredaktionen, die dadurch ihren Leser:innen auch einen physischen Kontaktpunkt zur eigenen Marke anbieten. Davon profitieren am Ende alle.

  4. Die »VR-Bankverein Gründerwerkstatt« wird im Sommer dieses Jahres in den Südkopf des Inselgebäudes am Bahnhof in Bebra in Hessen einziehen, berichtet die Nachrichtenplattform Osthessen News. Die Gründerwerkstatt der genossenschaftlichen Bank ist ein Beratungsangebot an Gründer:innen, um ihnen in der Gründungsphase zu helfen. Da Gründer:innen auch Räume brauchen, wird die Stadtentwicklung Bebra, mit EU-Fördermitteln aus dem Leader-Programm, ein kommunales Coworking Space einrichten. Dies wird laut der Website der Stadtentwicklung insgesamt 12 Arbeitsplätze und sieben Büros haben, wovon sie eines selber beziehen wird. Von hier aus sind es rund 35 Minuten nach Eisenach, 75 Minuten nach Göttingen, 50 Minuten nach Kassel und 40 Minuten nach Fulda.

Zuerst erschienen in »Kremkaus Links«.


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