2021-04-22

Links vom 22.04.2021

  1. Die Berliner Zeitung hat sich dem Thema Büroimmobilienmarkt gewidmet. Dabei wurde, was selten ist, auf die Vielfalt von Shared-Workspace-Anbietern hingewiesen, die den Begriff ›Coworking‹ verwenden. Die beiden Redakteure schreiben auch von den »klassischen Coworking Spaces, hinter denen kein großer Konzern steht und die über kein ausgetüfteltes Bürokonzept verfügen«. Alle zitierten Menschen sind der Überzeugung, dass die Nachfrage nach Bürofläche zurückgehen, es aber mehr Ort zum mobilen Arbeiten brauchen wird. Davon könnten alle Shared-Workspace-Anbieter, die zusammen bisher nur zwei Prozent des Büroflächenbestands in Berlin ausmachten, profitieren [Quelle: Berliner Zeitung vom 22.04.2021, Seite 8, aufgerufen via VÖBB].

  2. Nach dem »Summer of Pioneers« wird in Wittenberge in Brandenburg in einem weiteren Projekt wieder die Zukunft der Arbeit erforscht, schreibt die Märkische Allgemeine Zeitung. Was bisher aufgebaut wurde, soll im Rahmen des Projekts »Kleinstadtakademie« des Bundesinnenministeriums weiterentwickelt werden. Die Stadt in der Prignitz ist dabei einer von insgesamt fünf Projektpartnern; die anderen sind Dippoldiswalde in Sachsen, Dießen am Ammersee in Bayern, Mölln in Schleswig-Holstein und Östrich-Winkel in Hessen. In Wittenberge werden die möglichen Potentiale für die Stadt, die in einem Coworking Space stecken, erkundet [Disclosure: Die CoWorkLand eG ist Projektagentur und ich für die Städte Wittenberge und Dippoldiswalde zuständig].

  3. Gestern erschien eine Studie des Berlin-Instituts und der Wüstenrot-Stiftung zu digital gestützten Arbeitsorten im ländlichen Brandenburg, berichtet der Tagesspiegel. Dafür wurden Gemeinschaftsbüros, neue Wohnkonzepte, Digitalunternehmen und kulturelle Initiativen sowie Coworking Spaces, Coliving-Angebote, Makerspaces und Workation Spaces untersucht. Dabei kam unter anderem die wichtige Erkenntnis heraus, dass die Menschen solcher neuen Orte die Gemeinden mit neuen Impulsen beleben. Damit aber solche Ideen mitbringende Menschen in den ländlichen Raum ziehen, braucht es günstig zur Verfügung gestellten Wohnraum, aufgeschlossene Kommunen und eine gute Internetanbindung, die fehlt aber oft noch.

  4. Ende letzten Jahres habe ich die Wirtschaftsförderungen der 20 größten Städte Deutschlands angeschrieben und mich nach Förderprogrammen für Coworking Spaces oder Coworking nutzende Menschen erkundigt. Die Ergebnisse habe ich noch nicht veröffentlicht, aber so viel sei verraten: es gibt noch viel zu tun. Eine tolle Ausnahme war dabei die Wirtschaftsförderung von Dortmund in Nordrhein-Westfalen, über deren Coworking-Förderung die Ruhr-Nachrichten schreiben: Frauen und ihre Gründungsteams können sich mit einem realisierbaren Geschäftskonzept um einen Coworking-Gutschein im Wert von 700 bis 1.200 Euro bewerben. Wo sie den Gutschein einlösen, wie oft und wie lange sie ihren Arbeitsplatz nutzen, können sie frei entscheiden. Der Gutschein ist für zwölf Monate gültig [Quelle: Ruhr Nachrichten vom 22.04.2021, Seite 5, aufgerufen via VÖBB].

Zuerst erschienen in »Kremkaus Links«.


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