2021-04-23

Links vom 23.04.2021

  1. Immer wieder liest man davon, dass das Thema Coworking Space in Gemeinde- und Stadträten behandelt wurde. In diesem Artikel der Main-Post bekommt man aber einen seltenen Einblick, wie so eine Sitzung zu Coworking abläuft. In Gerolzhofen in Bayern wurde das Thema diese Woche diskutiert und das, nach dem Artikel, auf einem guten Niveau. Der Bürgermeister würde gerne ein Coworking Space für Pendler:innen starten, damit diese im Ort bleiben können. Das stärkt die heimische Wirtschaft und spart den Menschen viel Zeit sowie Stress; der Ort bleibt auch tagsüber lebendig. Die CSU-Fraktion sieht darin nur eine Förderung von Unternehmen, die woanders sitzen, und möchte lieber ein Haus für Gründer:innen, damit im Ort neue Unternehmen entstehen. Ausgang offen, aber sehr lesenswert. Ich bin gespannt, wie es ausgeht.

  2. In Wittenberge in Brandenburg entsteht in einem ehemaligen Restaurant ein Retreat Space für Teams, schreibt die Zeitung Der Prignitzer. Dieses Angebot richtet sich in erster Linie an Startups und Teams aus Unternehmen, aber auch an Seminare durchführende Coaches. Man kommt für ein Projekt für ein paar Tage zusammen, gerne auch woanders, beispielsweise an der Elbe in Wittenberge, um Fokus, Kreativität und Inspiration aus dem Tapetenwechsel zu ziehen. Manchmal gibt es auch noch ein ergänzendes Coworking-Angebot für die Menschen vor Ort, was in diesem Fall wohl nicht angedacht ist. Nicht schlimm, schließlich gibt es ja bereits ein tolles Coworking Space in Wittenberge. [Quelle: Der Prignitzer vom 23.04.2021, Seite 9, aufgerufen via VÖBB].

  3. Es gibt einen (sehr feinen) Unterschied zwischen einer Bürogemeinschaft und einem Coworking Space: ein Miteinander ist in einer Bürogemeinschaft gar nicht erwünscht. Es geht wirklich nur darum, sich die Infrastruktur zu teilen. Trotzdem nennen sich manche Bürogemeinschaften Coworking Space, obwohl sie es nicht sind, und andere Bürogemeinschaften bieten richtiges Coworking, obwohl sie das nicht möchten. Letzter Fall ist gerade in Wiesenburg (Mark) in Brandenburg gestartet: die Bürogemeinschaft »hulaHUB«, die genau kein ›hippies Co-Working-Space‹ sein möchte. Doch alles, was ich dazu auf der eigenen Website und im Artikel der Märkischen Allgemeine lese, sagt mir, dass hier Miteinander großgeschrieben wird, was super ist und irgendwie Coworking.

  4. Gestern eröffnete der erste Coworking Space in Berlin-Hellersdorf, berichtet die Berliner Morgenpost. Der »Deutsche Wohnen-Schreibtisch« befindet sich in einer ehemaligen Bankfiliale und ist ein einjähriger Test des Wohnungsunternehmens, in Kooperation mit dem Berliner Coworking-Anbieter »Kiez Büro«. Auf über 300 m² stehen 27 voll ausgestattete Arbeitsplätze zur Verfügung, unter Corona-Bedingungen zunächst nur 14. Neben den Arbeitsplätzen befinden sich im Coworking-Space auch Besprechungsräume, Telefonboxen, Sofaecken sowie eine Küche mit Platz für zwölf Personen. Coworking-Nutzer:innen können Arbeitsplätze für einen oder für zehn Tage mieten. Außerdem hat man die Wahl zwischen einem flexiblen und einem festen Platz. Auch Unternehmen können sich Kontingente buchen. Ein Tagesticket kostet für Mieter der Deutsche Wohnen acht Euro, für alle anderen 18 Euro.

Zuerst erschienen in »Kremkaus Links«.


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