2021-05-10

Links vom 10.05.2021

  1. Mitte Oktober eröffnete in Gettorf in Schleswig-Holstein der von der Kommune betriebene Coworking Space »Gettwork«. Auf rund 303 m² gibt es 24 Arbeitsplätze, einen Teamraum und einen Besprechungsraum, sowie eine Küche. Aufgrund der Corona-Pandemie werden aber seit Eröffnung nur zwei der 14 Arbeitsplätze auch angeboten, um Abstand zwischen den Nutzer:innen zu ermöglichen. Wie die Eckenförder Zeitung berichtet, werden aber diese beiden Arbeitsplätze regelmäßig genutzt. Auch der seit der Eröffnung von einem IT-Unternehmen genutzte Teamraum trägt dazu bei, dass der Coworking Space durch diese schwierige Phase kommt [Quelle: Eckernförder Zeitung vom 10.05.2021, Seite 11, aufgeruufen via VÖBB].

  2. Die Frankfurter Allgemeine stellt den kommenden Coworking Space »Neues Amt« in Hamburg-Altona vor. Dieser fand schon öfters hier im Telegram-Kanal Erwähnung, in diesem Artikel geht es aber mehr um die Architektur. Doch auch das Konzept dahinter, wie eine Art Wohnungsbaugenossenschaft für Arbeitsplätze, wird erklärt. Nach Lektüre dieses Artikels bekommt man den Eindruck, dass hier vor unseren Augen ein Wendepunkt in der Entwicklung von Büroimmobilien geschieht, die sich nicht nur durch eine auf Teilhabe und Miteinander setzende Rhetorik auszeichnet, sondern diese Prinzipien auch wirklich umsetzen wird. Dieser genossenschaftlich organisierte Coworking-Bau könnte ein Blick in eine bessere Zukunft sein.

  3. In der Frankfuter Allgemeine Sonntagszeitung ist ein lesenswertes Interview mit Bundesarbeitsminister Hubertus Heil erschienen, in dem es unter anderem auch um das Homeoffice und mobiles Arbeiten geht. Er spricht sich dabei für einen Mindestlohn von 12 Euro pro Stunde aus, welcher auch für Plattformen nutzende Crowdworker:innen gelten soll, und bezeichnet den Ansatz, dass Unternehmen die Mitgliedschaften ihrer Angestellten in Coworking Spaces bezahlen sollten, als eine kluge Idee. In diesem Zusammenhang erwähnt er auch eine Genossenschaft, die Coworking im ländlichen Raum vorantreibt. Dreimal dürft ihr raten, von welcher Genossenschaft der Bundesarbeitsminister da redet.

  4. Zum Abschluss noch ein Blick auf die Coworking-Szene in Wien: Der Kurier berichtet darüber, wie es einigen Coworking Spaces in der österreichischen Hauptstadt inzwischen geht. Beim ersten Lockdown im Frühjahr 2020 brach die Nachfrage schlagartug ein, doch erholte sie sich mit der allgemeinen Entspannung der pandemischen Lage im Sommer. Inzwischen ist das Thema Coworking, auch durch Corona, bekannter geworden und die meisten Coworking Spaces sind wieder nahezu ausgebucht. Einige führen sogar schon Wartelisten. Allerdings sind auch die Preise im Vergleich zur Zeit vor der Pandemie gesunken. Und alle Betreiber:innen verzeichnen Umsatzeinbußen durch den Wegfall der Einnahmen durch Events — bis zu 33 Prozent.

Zuerst erschienen in »Kremkaus Links«.


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