2021-03-22

Zwei Updates zu »Kremkaus Links«

In den letzten Tagen gab es zwei Veränderungen in Bezug auf »Kremkaus Links«, über die ich euch informieren möchte. Es gibt jetzt ein Blog, in dem sämtliche »Kremkaus Links« gesichert werden. Außerdem ist eine wichtige Quelle für Meldungen überraschend geschlossen wurden, was Einfluss auf die Anzahl von Meldungen haben könnte, die ich zum Thema recherchieren kann. Oder meine Ausgaben.

Neues Blog gestartet

Vor Kurzem bat mich ein Abonnent darum, die Meldungen des Telegram-Kanals doch auch auf einer Webseite zu veröffentlichen, damit diese nicht nur in der App zu lesen sind. In den letzten Wochen habe ich deshalb die Meldungen auch kopiert und parallel in einem Blog auf meiner Webseite veröffentlicht. Doch bei aller Liebe zum Bloggen, ich empfand das als anstrengend und war genervt. Und das lag an WordPress.

Es ist langsam geworden und vom Gutenberg-Editor bin ich immer noch kein Freund. Das sind alles behebbare Probleme, aber ich suchte etwas, dass mir wieder die Freude am Schreiben zurückbringt und auch einen schlanken Prozess der Zweitverwertung ermöglicht. Die Meldungen werden weiterhin zuerst im Telegram-Kanal erscheinen. Sie aber noch einmal woanders zu veröffentlichen, finde ich eine gute Idee.

Ich habe in den letzten Tagen verschiedene Blogging-Systeme ausprobiert und mich letztendlich für Blot.im entschieden. Es ist eine simpel gehaltene Blogging-Plattform ohne Schnittstelle. Und so funktioniert es: Blot verwandelt einen Ordner, der in Dropbox oder GitHub gespeichert ist, in ein Blog. Ich speichere also meinen Beitrag als Textdatei oder Markdown-Dokument in einem Dropbox-Ordner und schon ist er veröffentlicht.

Um mit Markdown wieder warm zu werden, habe ich bereits alle Beiträge von »Kremkaus Links« aus dem März auf das neue Blog kopiert. Sollte Telegram verschwinden, deren Server abbrennen oder es einen anderen Grund geben, die App nicht mehr zu nutzen, dann sind »Kremkaus Links« nicht verloren (sobald ich alle kopiert habe), sondern mindestens als Markdown-Dokument auf meinem Laptop erhalten.

Recherche erschwert

Seit ein paar Wochen nutze ich für »Kremkaus Links« einen Service des Verbunds der öffentlichen Bibliothek Berlins, kurz VÖBB, mit dem ich für die 10 Euro Jahresbeitrag der Bibliothek Zugang zur Genios-Pressedatenbank bekommen habe. Diese beinhaltet unter anderem Artikel der deutschsprachigen Tages-, Wochen- und Fachpresse von über 400 Verlagen, Medienhäusern und Content-Anbietern. Ein wahrer Schatz an Inhalten.

So konnte ich auch Artikel zu Coworking finden, die gar nicht online veröffentlicht waren, sondern nur gedruckt in einer Lokalzeitung erschienen sind. Vor allem für Meldungen aus dem ländlichen Raum ein unglaublich wertvoller Service. Und das alles für nur 10 Euro. Doch dieser toller Service ist vorerst abgestellt. Seit Samstagmorgen ist ein Zugang zur Genios-Pressedatenbank via VÖBB nicht mehr möglich.

Stefan Wehrmeyer von der Open Knowledge Foundation Deutschland e.V. hat letzte Woche einen Bot programmiert, der einen den VÖBB-Zugang schon direkt auf der mit einer Paywall geschützten Webseite der Zeitung nutzen ließ. Wird der weggesperrte Artikel in der Genios-Pressedatenbank gefunden, dann wird der Artikeltext in das Layout der Nachrichtenseite eingesetzt und zugänglich gemacht. An sich konsequent.

Mit dieser technischen Möglichkeit hatten Genios scheinbar nicht gerechnet. Als erste Reaktion kappten sie den Zugang des VÖBB zu ihrem Portal. Wie dieses Dilemma gelöst wird, ist unklar. Wenn ich weiterhin Artikel der Genios-Datenbank lesen möchte, kostet das stets etwas über 2 Euro pro Artikel — egal wie lang oder informativ dieser ist. Dies wird mir, bei geschätzt vier bis acht Artikeln pro Woche dann doch zu teuer.

Spenden via PayPal?

Ich überlege nun, ähnlich wie es die Tageszeitung Neues Deutschland im eigenen Telegram-Kanal macht, mit PayPal nach einer kleinen Spende zu fragen, um die entstehenden Kosten nicht komplett alleine tragen zu müssen. Noch überlege ich aber und bin auch für andere Vorschläge offen. Beide Veränderungen wollte ich aber mit euch schon einmal teilen. Ich möchte »Kremkaus Links« wie gewohnt informativ fortführen.


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