2021-03-12

brand eins über Wittenberge

Einen spezifischen Lesetipp zum Thema Coworking habe ich heute Morgen nicht gefunden, aber diesen tollen Artikel der in der brand eins, der sich mit dem Thema der 60-Minuten-Stadt beschäftigt. Damit sind Orte gemeint, von dem aus der Arbeitsplatz innerhalb einer Stunde erreichbar ist. Aus meiner Berliner Perspektive sind das beispielsweise Frankfurt (Oder), Cottbus, Eberswalde und Brandenburg an der Havel.

Von allen drei Orten braucht man mit der Bahn weniger als eine Stunde zum Bahnhof Ostkreuz in Berlin-Friedrichshain. Und dort zahlt man überall auch viel weniger Miete als hier in Berlin. Im Artikel wird die 60-Minuten-Stadt am Beispiel von Lauenburg (Elbe) in Schleswig-Holstein und Wittenberge in Brandenburg erklärt. Zwei doch sehr ungleiche Orte, denn im Gegensatz zu Lauenburg hat sich Wittenberge seine Zukunft erarbeitet.

Erstere profitiert davon, dass der Druck auf dem Hamburger Mietmarkt immer weiter steigt, es aber auch gut bezahlte Arbeit in der Hansestadt gibt. Wittenberge liegt für solche Effekte zu weit weg von Berlin und Hamburg, obwohl beide Städte in unter einer Stunde mit dem ICE erreichbar sind. Hier hat die Stadt, mit der Bereitschaft zum »Summer of Pioneers«, selber die Grundlagen für einen Wandel vor Ort geschaffen.

Und das verdient Anerkennung. Denn ohne dieses Projekt, das auf den ersten Blick sowohl vom Budget als auch von der notwendigen Einstellung für Neues her einer kommunalen Verwaltung sicherlich stets schwerfällt, hätte es den Wandel nicht gegeben. Und die auch für Wittenberge meist negativen Prognosen wären wohl so eingetreten. Nun besteht berechtigte Hoffnung, dass sich etwas ändert und das ist mehr als verdient.


Zuerst erschienen in »Kremkaus Links«.



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