2021-03-11

Workation-Angebot in Bützow geplant

Ich habe mir vorgenommen, über erst noch kommende Coworking-Projekte, die noch nicht beschlossen sind, auch nicht zu schreiben. An zu vielen Orten wird ein Coworking Space zwar gefordert, dann aber nichts dafür gemacht. Solche Meldungen haben keinen Mehrwert. Eine Ausnahme muss ich heute machen, denn ein Vorhaben eines Investors am Büzower See ist interessant und zeigt eine Perspektive für den ländlichen Raum auf.

Direkt am dem See seinen Namen gebenden Bützow, einer Kleinstadt im Süden des Landkreises Rostock in Mecklenburg-Vorpommern, möchte ein Investor auf einem ihm bereits gehörenden Gelände 40 Wohnunterkünfte und ein Coworking Space mit 120 Arbeitsplätzen schaffen. Das Übernachtungsangebot soll vor allem aus Doppel- und Einzelzimmern für Familien bestehen, schreibt die Schweriner Volkszeitung.

Ein Coworking Space mit 120 Arbeitsplätzen ist für einen Ort mit nicht einmal 8.000 Einwohnern zu groß. Sinn macht dies erst, denkt man das Coworking Space in Kombination mit dem touristischen Angebot. Und dies spricht sicherlich nicht nur Familien an, die womöglich mobil arbeitend sich länger aufhalten können als es die Urlaubstage hergeben. Auch Teams auf Workation und Digitalnomaden sind die Zielgruppe.

Gerade ein von seiner Natur geprägtes und vom Tourismus lebendes Bundesland wie Mecklenburg-Vorpommern kann durch touristische Angebote im Grünen oder am Meer, die ebenfalls mobiles Arbeiten ermöglichen, ungemein profitieren und sich ganz neue Zielgruppen erschließen. Erste Beispiele im Land sind bereits das »Gut Pohnstorf« in der Mecklenburgischen Schweiz und das »Project Bay« am Jasmunder Bodden auf Rügen.


Zuerst erschienen in »Kremkaus Links«.



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