2021-03-04

Deutsche Wohnen testet Coworking in Hellersdorf

Coworking in Wohnquartieren wurde bereits vor der Corona-Pandemie viel diskutiert. Allerdings gab es bisher kaum praktische Beispiele dafür in Deutschland. Eine kleine Ausnahme ist das »Kabinettstückchen« in Chemnitz in Sachsen, das sich in einem Wohnhaus befindet und durch eine Vereinbarung des Vermieters mit den Betreibern auch von den Bewohnern des Hauses mitgenutzt werden darf.

Die Wohnungsgesellschaft »Deutsche Wohnen« startet im April ein auf ein Jahr angelegten Test, wie ein Coworking Space in einer Wohnsiedlung den Mietern vor Ort helfen kann. In Kooperation mit der Berliner Coworking-Kette »Kiez Büro« wird eine leerstehende Bankfiliale auf der Hellersdorfer Promenade in Berlin-Hellersdorf in ein Coworking Space umgewandelt, schreibt das Handelsblatt.

Die Kosten für die Coworking-Mitgliedschaft werden für Mieter:innen zur Hälfte von der Deutsche Wohnen übernommen. Auf rund 300 m² groß sollen zu Beginn, aufgrund eines Hygienekonzepts, nur 12 Arbeitsplätze zur Verfügung stehen. Bis zu 30 Arbeitsplätze sind möglich, wenn dies die pandemische Situation zulässt. Gebucht werden können sie als fester oder flexibler Platz. Tagestickets wird es auch geben.

Ein, meiner Meinung nach, sehr spannendes Projekt. Ich habe solche Initiativen schon unter dem Begriff Residential Coworking beschrieben gesehen, aber ein richtiger Fachbegriff für Coworking-Angebote in Verbindung mit Wohnquartieren gibt es wohl noch nicht. Nachbarschaftliches Coworking beschreibt es vielleicht ganz gut. Die Corona-Pandemie verleiht auch diesem Thema eine ganz neue Dynamik.


Zuerst erschienen in »Kremkaus Links«.



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