2021-05-17

Links vom 17.05.2021

  1. In Wittingen in Niedersachsen stand in den letzten vier Wochen ein Coworking-Container der CoWorkLand eG. Wie die Aller Zeitung berichtet, war der von den Kreislandfrauen initiierte temporĂ€re Coworking Space ein Erfolg. Trotz Corona und dem wechselhaften Wetter der letzten Wochen, muss man betonen. Insgesamt kam es zu 27 Buchungen der Coworking-ArbeitsplĂ€tze, ab der zweiten Wochen waren sogar tĂ€glich Nutzer:innen vor Ort. Mit der Popup-Aktion sollte geprĂŒft werden, ob es den Bedarf fĂŒr ein Coworking-Angebot gibt. Die Nachfrage und die begleitende Forschung durch die CoWorkLand eG hat dies nun nachgewiesen. Die Hoffnung ist, dass sich dadurch ein:e Betreiber:in findet, die ein solches Angebot im Landkreis Gifhorn schaffen möchte [Quelle: Aller-Zeitung vom 15.05.2021, Seite 17, aufgerufen via VÖBB].

  2. Mit einer kleinen Verzögerung hat nun der erste Coworking Space in Neviges, einem Stadtbezirk von Velbert in Nordrhein-Westfalen, eröffnet. Das Coworking-Vorhaben des privaten Bildungsanbieters WBS Training war schon öfters Thema hier im Telegram-Kanal. Wie die Westdeutsche Zeitung berichtet, sind die ersten Nutzer:innen bereits Mitglied geworden. Der Coworking Space befindet sich im Erdgeschoss eines ehemaligen Kaufhauses, im Obergeschoss ist das Weiterbildungsangebot untergebracht. Betreiber des Coworking-Angebots wird die WBS Training selbst werden. Der ursprĂŒngliche Kooperationspartner, der Coworking Space Â»Codeks« aus Wuppertal, sprang vor wenigen Monaten ab. DafĂŒr half der einstige GrĂŒnder des Â»Codeks«, Wolf-Nicolas Henkels, der aber nicht mehr im Unternehmen tĂ€tig ist, beratend bei der Umsetzung.

  3. Genauso wenig wie das Homeoffice fĂŒr alle eine Alternative ist, verhĂ€lt es sich auch mit dem Homeschooling. In beiden FĂ€llen kann ein Coworking Space die Lösung sein, wie man an diesem Beispiel aus Landsberg am Lech in Bayern nachhören und lesen kann. Der Bayerische Rundfunk berichtet, dass der Landkreis Homeschooling-PlĂ€tze im örtlichen Â»Industrial MakerSpace« sponsert, so dass bis zu 15 SchĂŒler:innen tĂ€glich von hier aus lernen und ihre Hausarbeiten erledigen können. Das Angebot richtet sich vor allem an SchĂŒler:innen der weiterfĂŒhrenden Schulen im Landkreis Landsberg am Lech, die aus den unterschiedlichsten GrĂŒndenzu Hause kein optimales Lernumfeld haben. Dieses Projekte sollte auch andere Kommunen und Landkreise inspirieren, mit den Coworking Spaces in der eigenen Region Ă€hnlich zusammenzuarbeiten.

Zuerst erschienen in Â»Kremkaus Links«.

CoWorkLand PopUp Wittingen Niedersachsen Aller Zeitung WBS Training Wolf-Nicolas Henkels Velbert Nordrhein-Westfalen Westdeutsche Zeitung Homeschooling Industrial MakerSpace Landsberg am Lech Bayern Bayerischer Rundfunk
2021-05-14

Links vom 14.05.2021

  1. In Greifswald in Mecklenburg-Vorpommern wird die ehemalige Hochschulkantine in den nĂ€chsten Jahren zu einem digitalen Innovationszentrum umgebaut. Die Ostsee-Zeitung berichtet, dass der Umbau bis 2024 fertig sein könnte und dann dort rund 230 ArbeitsplĂ€tze entstanden sind. Laut dem Artikel scheint es so, dass es zu einer offenen Vermietung der FlĂ€chen kommen kann. In anderen Digitalzentren des Landes ist das nicht unbedingt der Fall. In Greifswald gibt es jedoch bereits seit Jahren einen Coworking Space, den Â»Cowork Greifswald«, der aus seinen bisherigen RĂ€umen ausziehen musste und nur vorĂŒbergehend im Greifswalder Technologie-Zentrum untergekommen ist [Quelle: Ostsee-Zeitung vom 14.05.2021, Seite 11, aufgerufen via VÖBB].

  2. Im idyllisch an der Spree geliegenen Radinkendorf, der kleinster Ortsteil der Stadt Beeskow in Brandenburg, soll das freigewordene FeuerwehrgebĂ€ude in ein Dorfzentrum mit Coworking Space umgewandelt werden. Wie die MĂ€rkische Oderzeitung berichtet, ist zwar noch offen, zu wann die Umsetzung erfolgen kann, eine Baugenehmigung liegt aber bereits vor und die Stadt möchte Fördermittel beantragen. FĂŒr den Betrieb wird der Radinkendorfer Ortsbeirat verantwortlich sein. Der Ortsvorsteher Lars Krause meint, dass â€șgerade fĂŒr Menschen auf dem Land dies eine Chance sein kann, lange Arbeitswege zu vermeiden und Arbeitszeiten flexibler zu gestaltenâ€č [Quelle: MĂ€rkische Oderzeitung vom 12.05.2021, Seite 15, aufgerufen via VÖBB].

  3. In Erkner, ebenfalls in Brandenburg, soll das GelĂ€nde des ehemaligen Netto-Marktes an Erkners Kreisverkehr zwischen Bahnhof und Friedrichstraße zu einem neuen Quartier mit an die 100 Wohnungen entwickelt werden. Doch bis es soweit ist, könnte in der ehemaligen Kaufhalle der erste Coworking Space der Stadt entstehen. Der Berliner Unternehmer Sascha Boerger plant als Zwischennutzung ein Coworking-Angebot zu grĂŒnden. Dazu findet momentan auch eine Umfrage statt, die sich an die Menschen in Erkner richtet, um den Bedarf fĂŒr so ein Angebot vor Ort zu ermitteln. Unter erkner.cowoon.de können alle, die in dem Postleitzahl-Gebiet 15537 wohnen, an der Umfrage teilnehmen [Quelle: MĂ€rkische Oderzeitung vom 14.05.2021, Seite 15, aufgerufen via VÖBB].

  4. In Ossig, einem Ortsteil der Gemeinde Gutenborn in Sachsen-Anhalt, plant ein Projektentwickler ein Mehrgenerationenhaus in einem ehemaligen Bauernhof. Vor Kurzem stellte er seine PlĂ€ne in einer Ratssitzung vor. Ein Bestandteil des Projektes wĂŒrde auch ein Coworking Space werden, wie die Mitteldeutsche Zeitung berichtet. Es wĂ€re das erste Coworking-Angebot im sĂŒdlichsten Teil des Bundeslandes. NĂ€chste Woche wird sich der Gemeinderat in einer weiteren Sitzung noch einmal mit dem Projekt beschĂ€ftigen, solange sind das alles nur PlĂ€ne. Falls es dazu kommt, könnte das Projekt unter anderem Fördermittel aus dem Strukturwandel zur Umsetzung bekommen [Quelle: Mitteldeutsche Zeitung vom 14.05.2021, Seite 12, aufgerufen via VÖBB].

  5. In der Hansestadt Salzwedel, ebenfalls in Sachsen-Anhalt, entstehen momentan gleich zwei Coworking-Angebote. FĂŒr eine Stadt, in der es bisher kein Coworking Space gab, keine schlechte Entwicklung — von null auf zwei. Wie die Volksstimme berichtet, plant zum einen der Landkreis selbst ein Coworking-Angebot im Innovations- und GrĂŒnderzentrum (IGZ) des Altmarkkreises, welches bereits am 1. Juli eröffnen soll. Dieses befindet sich unmittelbar am Bahnhof und ist damit gut auch fĂŒr Menschen aus dem Umland zu erreichen. Zum anderen plant der zentral in der Stadt gelegene BĂŒrgermeisterhof-Verein im selbigen ein Coworking-Angebot zu schaffen und richtet sich damit vermutlich direkt an die in der Innenstadt lebenden Salzwedeler:innen.

Zuerst erschienen in Â»Kremkaus Links«.

Digitales Innovationszentrum Cowork Greifswald Greifswald Mecklenburg-Vorpommern Ostsee-Zeitung Radinkendorf Beeskow Erkner Umfrage Brandenburg MĂ€rkische Oderzeitung Mehrgenerationenhaus Ossig Gutenborn Mitteldeutsche Zeitung BĂŒrgermeisterhof Verein Salzwedel Volksstimme Sachsen-Anhalt
2021-05-10

Links vom 10.05.2021

  1. Mitte Oktober eröffnete in Gettorf in Schleswig-Holstein der von der Kommune betriebene Coworking Space Â»Gettwork«. Auf rund 303 mÂČ gibt es 24 ArbeitsplĂ€tze, einen Teamraum und einen Besprechungsraum, sowie eine KĂŒche. Aufgrund der Corona-Pandemie werden aber seit Eröffnung nur zwei der 14 ArbeitsplĂ€tze auch angeboten, um Abstand zwischen den Nutzer:innen zu ermöglichen. Wie die Eckenförder Zeitung berichtet, werden aber diese beiden ArbeitsplĂ€tze regelmĂ€ĂŸig genutzt. Auch der seit der Eröffnung von einem IT-Unternehmen genutzte Teamraum trĂ€gt dazu bei, dass der Coworking Space durch diese schwierige Phase kommt [Quelle: Eckernförder Zeitung vom 10.05.2021, Seite 11, aufgeruufen via VÖBB].

  2. Die Frankfurter Allgemeine stellt den kommenden Coworking Space Â»Neues Amt« in Hamburg-Altona vor. Dieser fand schon öfters hier im Telegram-Kanal ErwĂ€hnung, in diesem Artikel geht es aber mehr um die Architektur. Doch auch das Konzept dahinter, wie eine Art Wohnungsbaugenossenschaft fĂŒr ArbeitsplĂ€tze, wird erklĂ€rt. Nach LektĂŒre dieses Artikels bekommt man den Eindruck, dass hier vor unseren Augen ein Wendepunkt in der Entwicklung von BĂŒroimmobilien geschieht, die sich nicht nur durch eine auf Teilhabe und Miteinander setzende Rhetorik auszeichnet, sondern diese Prinzipien auch wirklich umsetzen wird. Dieser genossenschaftlich organisierte Coworking-Bau könnte ein Blick in eine bessere Zukunft sein.

  3. In der Frankfuter Allgemeine Sonntagszeitung ist ein lesenswertes Interview mit Bundesarbeitsminister Hubertus Heil erschienen, in dem es unter anderem auch um das Homeoffice und mobiles Arbeiten geht. Er spricht sich dabei fĂŒr einen Mindestlohn von 12 Euro pro Stunde aus, welcher auch fĂŒr Plattformen nutzende Crowdworker:innen gelten soll, und bezeichnet den Ansatz, dass Unternehmen die Mitgliedschaften ihrer Angestellten in Coworking Spaces bezahlen sollten, als eine kluge Idee. In diesem Zusammenhang erwĂ€hnt er auch eine Genossenschaft, die Coworking im lĂ€ndlichen Raum vorantreibt. Dreimal dĂŒrft ihr raten, von welcher Genossenschaft der Bundesarbeitsminister da redet.

  4. Zum Abschluss noch ein Blick auf die Coworking-Szene in Wien: Der Kurier berichtet darĂŒber, wie es einigen Coworking Spaces in der österreichischen Hauptstadt inzwischen geht. Beim ersten Lockdown im FrĂŒhjahr 2020 brach die Nachfrage schlagartug ein, doch erholte sie sich mit der allgemeinen Entspannung der pandemischen Lage im Sommer. Inzwischen ist das Thema Coworking, auch durch Corona, bekannter geworden und die meisten Coworking Spaces sind wieder nahezu ausgebucht. Einige fĂŒhren sogar schon Wartelisten. Allerdings sind auch die Preise im Vergleich zur Zeit vor der Pandemie gesunken. Und alle Betreiber:innen verzeichnen Umsatzeinbußen durch den Wegfall der Einnahmen durch Events — bis zu 33 Prozent.

Zuerst erschienen in Â»Kremkaus Links«.

Gettwork Gettorf Schleswig-Holstein Eckenförder Zeitung Neues Amt Genossenschaft Hamburg Altona Frankfurter Allgemeine Hubertus Heil Interview Homeoffice Wien Österreich Der Kurier
2021-05-06

Links vom 06.05.2021

  1. Im Mai 2020 kĂŒndigte die Samtgemeinde Kehdingen in Niedersachsen an, dass sie eine Machbarkeitsstudie plant, um den Bedarf von Coworking Spaces in der Region zu ermitteln. Nun liegen die Ergebnisse der Untersuchung vor, wie das Wochenblatt berichtet. Die von den Beratungsunternehmen regecon und KoRiS durchgefĂŒhrte Untersuchung ergab, dass es Potential fĂŒr bis zu vier Coworking Spaces gibt. In der Gemeinde Drochtersen und der Samtgemeinde Oldendorf-Himmelpforten könnten jeweils ein Coworking Space mit rund 14 ArbeitsplĂ€tzen entstehen, in der Samtgemeinde Nordkehdingen und dem Cuxhavener Regionsteil zwei weitere Coworking Spaces mit jeweils sechs ArbeitsplĂ€tzen. Was jetzt noch fehlt, ist ein:e Betreiber:in.

  2. In Eschede in Niedersachsen, zwischen Celle und Uelzen gelegen, entsteht ein Coworking Space im BahnhofsgebĂ€ude des Ortes. Betreiber wird ein Netzwerk namens #netzwerk, das vom Wirtschaftsverein CelleCreativ, der Sparkasse Celle-Gifhorn-Wolfsburg und der Stadt Cell gegrĂŒndet wurde und in Celle bereits den Coworking Space Â»CreativCelle« betreibt. Zielgruppe sind vor allem Pendler:innen aus der Region, die nach Eschede kĂŒrzere Wege als beispielsweise nach Hannover oder Braunschweig hĂ€tten. ZunĂ€chst aber mĂŒssen die RĂ€ume erst einmal saniert und Fördermöglichkeiten mit der Wirtschaftsförderung des Landkreises ermittelt werden. Ein Eröffnungstermin steht deshalb auch noch nicht fest, wie die Cellesche Zeitung berichtet.

  3. Vergangenen Herbst eröffnete der Coworking Space Â»EmsMakers« in Lingen in Niedersachsen. Entstanden ist der Coworking Space aus zwei IT-Firmen heraus, die zusammen BĂŒroflĂ€chen suchten und mehr fanden als sie selber brauchten. Die EigentĂŒmer hatten wiederum selber die Idee, ein Coworking-Angebot zu ermöglichen und so kam eins zum anderen. Die Neue OsnabrĂŒcker Zeitung berichtet in ihrem Artikel ĂŒber die verschiedenen Nutzer:innen des Coworking Spaces und welche Vorteile das Coworking-Angebot jeweils fĂŒr sie hat. Der Coworking Space scheint also einen guten Start hingelegt zu haben. Dies könnte vermutlich auch an dem ehemaligen Handballprofil Nicky Verjans liegen, der hier als Business-Development-Manager tĂ€tig ist.

Zuerst erschienen in Â»Kremkaus Links«.

Kehdingen Niedersachsen Studie Wochenblatt Eschede CreativCelle Celle Cellesche Zeitung EmsMakers Lingen Neue OsnabrĂŒcker Zeitung
2021-05-05

Links vom 05.05.2021

  1. Die Kieler Nachrichten berichten ĂŒber ein Coworking-Vorhaben in der Gemeinde Aukrug in Schleswig-Holstein, westlich von NeumĂŒnster gelegen, das auf dem weitlĂ€ufigen GelĂ€nde eines ehemaligen Bauernhofes geplant ist. Der EigentĂŒmer Lutz von der Geest möchte hier Coworking und Coliving anbieten, sowie zusĂ€tzlich WerkstattplĂ€tze in den dazugehörigen Hallen. Das Aukruger Konzept wurde von meinem Arbeitgeber, der CoWorkLand eG, mit BĂŒrgerbeteiligung, Workshops, Informationsveranstaltungen und einer Regionalanalyse entwickelt [Quelle: Kieler Nachrichten - Holsteiner Zeitung vom 05.05.2021, Seite 27, aufgerufen via VÖBB].

  2. In der Innenstadt von Altenburg entsteht gerade der erste Coworking Space im Osten von ThĂŒringen, berichtet die OstthĂŒringer Zeitung. Bisher gab es nur ein Coworking-Angebot im Â»Stadtmensch OpenLab«; dort haben sich auch die GrĂŒnder:innen des im Sommer eröffnenden Â»Skatstadt Hub« kennengelernt. Als Konkurrenz verstehen sie sich nicht, stellen sie doch im Vergleich eher eine Weiterentwicklung und Professionalisierung dar. Ihre Angebot umfasst neben einer volleingerichteten KĂŒche auch einen Besprechungsraum, einen RĂŒckzugsraum mit Couch und Dartscheibe, sowie 14 ArbeitsplĂ€tze mit ergonomisch höhenverstellbarem Arbeitsplatz.

  3. In Hersbruck in Bayern, 14 Bahnminuten östlich von NĂŒrnberg, gibt es bereits seit Januar das erste Coworking-Angebot im Landkreis NĂŒrnberger Land. Das Â»Coworking Hersbruck« wurde vom RĂŒckkehrer Bertram Sturm gegrĂŒndet, berichtet die Hersbrucker Zeitung. Heute um 19:30 Uhr stellt der GrĂŒnder, zusammen mit dem Leiter bayerischen CoWorkLand-RegionalbĂŒros, Hans-Peter Sander vom Â»Ammersee Denkerhaus«, das neue Coworking-Angebot in der Region in einer Online-Veranstaltung genauer vor. Die Anmeldung erfolgt ĂŒber ticket@kulturbahnhof-hersbruck.de. Nach der Anmeldung wird den Teilnehmenden der Zugangslink mitgeteilt.

Zuerst erschienen in Â»Kremkaus Links«.

CoWorkLand Augur Schleswig-Holstein Kieler Nachrichten Skatstadt Hub Stadtmensch OpenLab Altenburg ThĂŒringen OstthĂŒringer Zeitung Coworking Hersbruck Hersbruck Bayern Hersbrucker Zeitung
2021-05-04

Links vom 04.05.2021

  1. Ende November 2020 berichtete ich das erste Mal hier im Blog darĂŒber, dass ein Coworking Space in Winsen (Luhe) in Niedersachsen in Planung ist. Damals hieß es, dass der Coworking Space Â»Freiraum« aus LĂŒneburg den Betrieb organisieren wird. Dies bestĂ€tigt nun die Hamburger Morgenpost und schreibt, dass der neue Coworking Space im SpĂ€tsommer eröffnen wird. Es wird der zweite Standort des Freiraum werden. In LĂŒneburg wiederum ist ebenfalls eine Erweiterung geplant, denn â€șdie Nachfrage nach festen ArbeitsplĂ€tzen, insbesondere eigenen BĂŒrorĂ€umen, ist seit Beginn der Pandemie allerdings recht hochâ€č, sagt Charlotte KohlschĂŒtter vom Freiraum [Quelle: Hamburger Abendblatt vom 04.05.2021, Seite 20, aufgerufen via VÖBB].

  2. In Hennigsdorf in Brandenburg, einer Kleinstadt mit Endhaltestelle der Berliner S-Bahn, entsteht mit dem Â»KreativWerk« ein soziokulturelles GrĂŒnder:innen-, Gewerbe- und Biotech-Zentrum, das auch ĂŒber ein Coworking Space verfĂŒgen wird. Betreiber wird die Kommunale Betreiber- und Immobiliengesellschaft, wie die MĂ€rkische Allgemeine berichtet. Standort wird das Alte Gymnasium werden, welches seit 2006 leer stand und momentan komplett saniert wird. Wann die Eröffnung sein wird, steht nicht im Artikel, aber die Vermarktung der freien FlĂ€che, fĂŒr die es schon Interessenten gibt, wird laut dem Artikel erst nĂ€chstes Jahr starten [Quelle: MĂ€rkische Allgemeine - Neues Granseer Tageblatt vom 04.05.2021, Seite 14, aufgerufen via VÖBB].

  3. Noch ein Hinweis in eigener Sache: Ende der Woche starte ich einen monatlichen Newsletter zu Coworking in Sachsen-Anhalt. Dieser soll die Entwicklung der Coworking-Szene in dem Bundesland begleiten (aus dem ich ĂŒbrigens komme). Es werden aber auch allgemeine Themen, wie beispielsweise Coworking und Kirche, Coworking und Vereinsheim oder kommunale Coworking Spaces behandelt, um auch EntscheidungstrĂ€ger:innen in Sachsen-Anhalt zu inspirieren. Wer den Newsletter abonnieren möchte, muss mir nur kurz eine E-Mail an schreiben, dass er/sie/es in den Verteiler aufgenommen werden möchte. Das Thema behandle ich parallel auch mit dem Twitter-Profil @CoworkingLSA.

Zuerst erschienen in Â»Kremkaus Links«.

Freiraum Winsen (Luhe) LĂŒneburg Niedersachsen Hamburger Morgenpost KreativWerk Henningsdorf Brandenburg MĂ€rkische Allgemeine Newsletter Sachsen-Anhalt
2021-05-03

Links vom 03.05.2021

  1. Zeit Online berichtet, dass die Direktbank ING ihren BeschĂ€ftigten mobiles Arbeiten auch in Nach-Pandemie-Zeiten ermöglichen wird. In einer Vereinbarung mit dem Gesamtbetriebsrat sei festgelegt worden, dass kĂŒnftig alle Mitarbeiter:innen Â»im Rahmen der betrieblichen, gesetzlichen und regulatorischen Anforderungen« auch außerhalb des BĂŒros arbeiten dĂŒrfen. DafĂŒr bekommen die rund 4.500 BeschĂ€ftigten der ING-Diba AG in Frankfurt (Main), NĂŒrnberg und Hannover einmalig 1.500 Euro, um sich ihr Homeoffice einzurichten, und alle fĂŒnf Jahre, weitere 1.000 Euro fĂŒr die Ausstattung. Leider ist von der Nutzung von Coworking Spaces nicht die Rede.

  2. Die dĂŒrfen auch nicht die Landesangestellten des Bundesland Hessen nutzen. Ihnen bietet man nun auch in FĂŒrth, einer Kleinstadt im Odenwald, ein sogenanntes Hessen-BĂŒro an, schreibt der OdenwĂ€lder Echo. Dies umfasst 15 Arbeitsplätze, die es bis zu 45 Landesangestellten ermöglichen, wohnortnah zu arbeiten und nicht zu ihrer Dienststelle pendeln zu mĂŒssen. Es ist nach dem 2018 eröffneten BĂŒro in Limburg das zweite in Hessen. Ich habe die Meldung zum Anlass genommen und ĂŒber andere Coworking-Ă€hnliche Projekte von Verwaltungen gebloggt. Denn neben Hessen, verfolgen auch Bayern und Schleswig-Holstein solche Initiativen.

  3. Beide Meldungen deuten auf einen meines Erachtens groben Fehler hin: mobiles Arbeiten wird mit Homeoffice gleichgesetzt. Dabei ist das Zuhause, auch mit einem vierstelligen Ausstattungsbudget, nicht fĂŒr jede Person der geeigneteste Ort der Arbeit. In einem von t3n angefragten Statement zum Tag der Arbeit, plĂ€diere ich deshalb fĂŒr die Schaffung eines Recht auf mobile Arbeit, das Angestellten die Handlungsfreiheit gibt, selber entscheiden zu können, von wo sie arbeiten. Die Nachweispflicht, was mobil erledigt werden kann und was nicht, muss, nach TeiltĂ€tigkeiten unterschieden, der/die Arbeitgeber:in belegen. Eine weitere Idee ist eine Dableib-Pauschale.

Zuerst erschienen in Â»Kremkaus Links«.

ING-Diba Bank Homeoffice Zeit Online Hessen-BĂŒro Verwaltung FĂŒrth Limburg Hessen t3n mobile Arbeit Recht auf mobile Arbeit Dableib-Pauschale
2021-05-01

Links vom 01.05.2021

  1. Bereits Anfang Dezember berichtete ich hier im Blog von den PlĂ€nen der Wirtschaftsförderung in Sundern in Nordrhein-Westfalen, die CoWorkLand eG zu beauftragen, eine Umfrage zur Ermittlung des Bedarfes fĂŒr ein Coworking Space durchzufĂŒhren. Die Westfalenpost berichtet ĂŒber die Ergebnisse und die sagen eindeutig aus, dass es einen Coworking Space im Ort geben sollte. Etwa 50 bis 60 Prozent der 245 Befragten können sich vorstellen, in einem Coworking Space zu arbeiten. Bei den Vorteilen eines Coworking Spaces wurden vor allem die Möglichkeiten zum sozialen und beruflichen Austausch genannt (70,4 Prozent), gefolgt von einer professionellen Arbeitsplatzstruktur (63,3 Prozent) und zeitlicher FlexibilitĂ€t und UnabhĂ€ngigkeit (56,1 Prozent) genannt. Jetzt muss in Sundern nur noch eine passende Immobilie fĂŒr ein Coworking-Angebot gefunden werden.

  2. Im rbb-Inforadio erschien ein Hörbeitrag ĂŒber das Coworking-Angebot von Â»Exordium«, einer Agentur fĂŒr die B2B-Leadgenerierung in Berlin-Adlershof. Scheinbar bietet die Agentur auch Coworking an, um rund um das eigene Team ein inspirierendes Umfeld von anderen Kreativen zu haben. Katy Roggatz von Exodium berichtet, dass sie zwar wĂ€hrend der Corona-Pandemie keine neuen Mitglieder gewinnen konnten, nach dem ersten Lockdown die meisten Mitglieder aber zurĂŒckkamen. Den monetĂ€ren Verlust schĂ€tzt sie bei 25 Prozent, vermutet aber, dass das Coworking-Angebot zukĂŒnftig noch nachgefragter sein wird. Leider wird in dem Beitrag auch ein Vertreter des Fake-Verbandes Â»Bundesverband Coworking Spaces e. V.« (BVCS) befragt und die vom BVCS erfundene Zahl von 1.200 Coworking Spaces in Deutschland genannt. Korrekt ist, dass es etwas mehr als 700 Coworking Spaces sind, wie die CoworkingMap nachvollziehbar aufzeigte.

Zuerst erschienen in Â»Kremkaus Links«.

Wirtschaftförderung Umfrage CoWorkLand Sundern Nordrhein-Westfalen Westfalenpost rbb-Inforadio Exordium Berlin Adlersho
2021-04-30

Links vom 30.04.2021

  1. Vor Kurzem erst ist Brandenburg in meiner Datenbank mit ostdeutschen Coworking Spaces an Sachsen vorbeigezogen, nun plant ein Berliner Unternehmer dort schon den nĂ€chsten Coworking Space. Die MĂ€rkische Oderzeitung schreibt, dass der Rahnsdorfer Sascha Boerger ein Coworking Space in Erkner plant. Noch hat er keine Immobilie fĂŒr dieses Vorhaben gefunden, am Wochenende wird er aber eine Umfrage starten, die den Bedarf vor Ort ermitteln soll. Damit wĂŒrde dann in jedem Ort der stets angefahrenen Bahnhöfe an der Regionalbahnlinie RE1 ein Coworking-Angebot existieren. Von Berlin ĂŒber dann Erkner und FĂŒrstenwalde (Spree), wo bald der Coworking Space Â»Spree-Hub« eröffnet, bis nach Frankfurt (Oder), wo mit dem Â»BLOK O« und Â»Roman & Fritz« bereits zwei Coworking-Angebote existieren.

  2. Die Bayerische Staatszeitung berichtet ebenfalls ĂŒber die neulich erwĂ€hnte Studie zur Entwicklung des lĂ€ndlichen Raums, die das Berlin-Institut zusammen mit der WĂŒstenrot Stiftung durchgefĂŒhrt hat. Wie es sich fĂŒr eine bayerische Zeitung gehört, werden dann die in Bayern zu findenden Beispiel an neuen Orten, wie Coworking Spaces, herausgepickt. Es werden die Â»KĂŒnstlerkolonie Fichtelgebirge« in Bad Berneck, das Â»Einstein1« in Hof und die Â»Coworkerei« in Gmund am Tegernsee, sowie der Verein Â»CoworkationAlps« und die gemeinnĂŒtzige Initiative Â»Silicon Vilstal«, erwĂ€hnt. Eine schöne kleine Übersicht, was es schon alles auch im lĂ€ndlichen Bayern gibt. Aber es geht mehr, die Coworking Map zĂ€hlt in ganz Bayern bereits 117 Coworking Spaces [Quelle: Bayerische Staatszeitung, 30.04.2021, Seite 2, aufgerufen via VÖBB].

  3. Im letzten Jahr wurde aufgrund der pandemischen Ausnahmesituation vom Bund das Soforthilfeprogramm Â»Vor Ort fĂŒr Alle« initiiert, das Bibliotheken in lĂ€ndlichen RĂ€umen bei ihrer Modernisierung und der Transformation zu Dritten Orten unterstĂŒtzt. Bereits 251 Bibliotheken in Kommunen mit bis 20.000 Einwohner:innen haben diese Hilfe im vergangenen Jahr bezogen. Nun soll es verlĂ€ngert werden. Ab dem Antragsstart am 20. Mai 2021 können Bibliotheken in KleinstĂ€dten Fördermittel in Höhe von bis zu 25.000 Euro beim Deutschen Bibliotheksverband beantragen. Dadurch können Bibliotheken ihre RĂ€umlichkeiten zu LernrĂ€umen, CafĂ©s, Maker Spaces und Coworking Spaces weiterentwickeln, wie der Deutscher Bibliotheksverband (dbv) in einer Pressemitteilung schreibt. Das sind wirklich tolle Neuigkeiten.

Zuerst erschienen in Â»Kremkaus Links«.

Sascha Boerger Erkner FĂŒrstenwalde (Spree) Frankfurt (Oder) Brandenburg Spree-Hub BLOK O Roman & Fritz MĂ€rkische Oderzeitung Studie KĂŒnstlerkolonie Fichtelgebirge Bad Berneck Einstein1 Hof Coworkerei Gmund CoworkationAlps Silicon Vilstal Bayerische Staatszeitung Bibliothek Förderprogramm Deutscher Bibliotheksverband
2021-04-29

Links vom 29.04.2021

  1. Der niedersĂ€chsische Landtag hat das NiedersĂ€chsische Gesetz zur StĂ€rkung der Quartiere durch private Initiativen (NiedersĂ€chsisches Quartiersgesetz »NQG«) beschlossen. Und dies beinhaltet auch eine Förderung von Coworking-Angeboten, wie der niedersĂ€chsische Bauminister Olaf Lies in einer Pressemitteilung erklĂ€rt. Das Konzept fĂŒr das Gesetz wurde laut einer dpa-Meldung in den 1970er Jahren in den USA und Kanada entwickelt und kann als eine gemeinschaftliche, quartiersbezogene Selbsthilfe von Unternehmer:innen beschrieben werden.

  2. Das Regionalmanagement NordthĂŒringen, eine Kooperation des KyffhĂ€userkreises, des Landkreises Nordhausen und des Unstrut-Hainich-Kreises, plant in diesem Sommer sogenannte PopUp-Coworking-Spaces in den drei Landkreisen im Norden von ThĂŒringen aufzustellen. Wie die KyyhĂ€user Nachrichten berichten, kooperiert das Regionalmanagement dafĂŒr mit der CoWorkLand eG (Offenlegung: ich bin Teil dieses Projektes). Ziel ist es, Coworking in der Region bekannter zu machen und den regionalen Bedarf nach Coworking Spaces zu ermitteln.

  3. Die Umsetzungsbegleiter:innen der Integrierten LĂ€ndlichen Entwicklungen (kurz ILE) in der Oberpfalz, eine Initiative des Amtes fĂŒr LĂ€ndliche Entwicklung Oberpfalz, hat sich laut der Chamer Zeitung mit dem Thema Coworking auf dem Land beschĂ€ftigt. Dazu hielt Dr. Sabine Weizenegger, sie ist Nutzerin des Coworking Space Â»seven-work-space« in Immenstadt in Bayern, einen Vortrag. Die ILE-Umsetzungsbegleiter waren sich einig, dass dies ein interessanter zukunftsweisender Ansatz ist, der auch in kleinen Orten im lĂ€ndlichen Raum funktionieren kann [Quelle: Chamer Zeitung vom 29.04.2021, Seite 17, aufgerufen via VÖBB].

Zuerst erschienen in Â»Kremkaus Links«.

Niedersachsen Leerstand Quartiersgesetz Olaf Lies ThĂŒringen PopUp CoWorkLand KyyhĂ€user Nachrichten Oberpfalz Rural Coworking Sabine Weizenegger seven-work-space Immenstadt Bayern Chamer Zeitung

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