2021-02-26

(K)ein Problem mit WeWork

Heute gibt es eigentlich nichts Neues zu Coworking in Deutschland zu berichten, weshalb ich den Fokus auf einen Artikel der New York Times richten möchte, den Christoph Fahle (betahaus, One Coworking) auf LinkedIn geteilt hat. Dieser befasst sich mit der Rolle von Wagniskapital (auf Englisch Venture Capital, kurz VC) in als besonders riskant geltenden Unternehmen. An kaum einem Beispiel der letzten Jahre lĂ€sst sich dies wohl besser als am Serviced-Office-Anbieter Â»WeWork« erklĂ€ren. Und das macht der Artikel sehr gut.

Christoph fragt sich, ob WeWork der Coworking-Szene geschadet oder genĂŒtzt hat. Das ist meines Erachtens nicht eindeutig zu beantworten. Fest steht, dass die Firma den Begriff â€șCoworkingâ€č, auch wenn sie meiner Meinung nach damit gar nichts zu tun hatte, bekannter gemacht hat. Ironischerweise haben viele Menschen erst durch WeWork das erste Mal von Coworking und Coworking Spaces gehört. Viele Leute sind, ĂŒber den Umweg WeWork, spĂ€ter auch Mitglieder in richtigen Coworking Spaces geworden.

Bisher habe ich noch niemanden kennengelernt, der/die behauptete, durch WeWork einen Schaden erlitten zu haben. Sicherlich hat WeWork schon dem ein oder anderen Anbieter Mitglieder abgeworben, aber soweit, wie es bei dem im Artikel vorgestellten Â»NextSpace«, der weltweit ersten Coworking-Space-Kette, kam es dann doch nicht. Andere Serviced-Office-Ketten werden andere Erfahrungen gemacht haben, aber echte Coworking Spaces standen meines Erachtens nie im Wettbewerb mit WeWork.

Zuerst erschienen in Â»Kremkaus Links«.


WeWork New York Times Venture Capital NextSpace



Ihre Daten werden auf dieser Website nicht gesammelt.
Blog | RSS | Impressum